Bücherhalle Dehnhaide: Stadtteilzentrum Barmbek Basch feiert Eröffnung!

In einer beispielhaften und bisher einmaligen Vernetzung haben sieben kirchliche, kulturelle und soziale Einrichtungen unter einem Dach im Barmbek Basch einen neuen, gemeinsamen Standort gefunden:

Logo Stadtteilzentrum _BarmbekBasch_

  • AWO-Seniorentreff Barmbek-Süd
  • Bücherhalle Dehnhaide
  • Kirchengemeinde Alt-Barmbek
  • Kinder- und Familienzentrum Barmbek-Süd (KiFaZ)
  • Kulturpunkt
  • Erziehungsberatung
  • Mütterberatung

Dichtes Gedränge herrschte am Nachmittag des 15. Januar 2010 im Eingangsbereich des neuen Stadtteilzentrums Barmbek Basch. 

Eröffnung Barmbek Basch

Die Anwohner des Stadtteils, die den Entstehungsprozess "ihres" Community-Centers mit großem Interesse und Engagement begleitet hatten, freuten sich, dass nun der Tag der Eröffnung gekommen war. Begeistert wurden die hellen, freundlichen Räume der sieben Institutionen, die hier in diesem bisher in Hamburg einzigartigen Projekt unter einem Dach vereint residieren, besichtigt. In einer Dia-Show waren noch einmal die Bilder der wichtigsten Stationen bei der Entstehung des Zentrums zusammengefasst.

Damit auch das leibliche Wohl im Haus nicht zu kurz kommt, rundet die im Erdgeschoss angesiedelte Bascherie - das Café im Stadtteilzentrum - die Angebote des Barmbek Basch vortrefflich ab. Aber nicht nur die Bascherie sorgte an diesem Tag für kulinarische Genüsse, auch die Institutionen hatten gemeinsam ein Buffet mit Kaffee, Kuchen und herzhaften Köstlichkeiten organisiert. 

Jan Fischer Blues Band

Für den musikalischen Rahmen sorgte sehr stimmungsvoll die Jan Fischer Blues Band. Zwischen den zahlreichen Gästen waren neben Anwohnern, Presse und NDR auch die Schülerreporter der Stadtteilwelt unterwegs und interviewten Bewohner und Gäste.

Pastor Einfeldt begrüßte die Gäste im vollbesetzten Veranstaltungssaal und sprach allen, die an der Entstehung dieses Hauses beteiligt waren, seinen Dank aus. In seinen Grußworten hob er das Besondere des Barmbek Basch hervor. Hier haben nicht nur verschiedene Institutionen in einem Haus Räume bezogen haben, sondern hier soll eine Wohngemeinschaft zusammen wachsen, in der Kirche und Staat ihre Kompetenzen, Ressourcen und Kräfte bündeln.

Senatorin Karin von Welck

Damit dieses Zusammenwachsen gelingt, wird Frau Gronholz ein Jahr lang als Koordinatorin diesen Prozess begleiten. Ihr Anliegen ist es, lebendige Kommunikationsstrukturen gemeinsam mit den Bewohnern des Hauses zu entwickeln und die Vielfalt zu bündeln, damit das Barmbek Basch ein Mittelpunkt des Stadtteils und ein Haus für alle Bewohner wird.

Senatorin Prof. Dr. Karin von Welck wies darauf hin, dass es für sie eine Ehre sei, als Vertreterin des Hamburger Senats die Grußworte zu sprechen. Weiter wies sie auf die Aufwertung des Stadtteils durch dieses innovative, zukunftweisende Projekt hin und wünschte den Barmbekern, dass sich das Barmbek Basch zu einem zweiten Zuhause entwickeln möge.

Plakat mit Aufruf zu einem toleranten Miteinander im Barmbek Basch

"Hier entsteht eine Gemeinschaft über die Grenzen der Kulturen, Generationen und Religionen hinweg – hier darf der Mensch sein wer er ist und das ist gut“, führte Pröbstin Kirsten Fehrs aus. "Die Kirche ist mittendrin im Zentrum von Kultur und Leben. Dies erfüllt mich mit Respekt und Freude"

"Ein guter Tag für Barmbek und ein guter Tag für Hamburg" freute sich auch Wolfgang Kopitzsch, Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord und sicherte dem Barmbek Basch seine Unterstützung zu. "Hier wurde ein bisher einzigartiges Projekt realisiert, das eine Vorbildfunktion über Hamburgs Grenzen hinaus hat."

Pastor Günther empfing aus den Händen von Herrn Kipper, Geschäftsführer der ARD Fernsehlotterie, einen Scheck über 300 000,- Euro. Herr Kipper nahm den Dank gerne an und würdigte das Barmbek Basch als "Integration im wahrsten Sinne des Wortes". Die Kinderchöre der Kirchengemeinde Alt-Barmbek, die bereits die Grundsteinlegung und das Richtfest begleitet hatten, beschlossen die Danksagungen und Grußworte mit zwei Liedern. Spontane Unterstützung erhielten sie dabei von der Jan Fischer Blues Band.

Musiker spielen zur Eröffnung des Barmbek Basch

In der sich anschließenden Talkrunde standen Stellvertreter jeder Einrichtung auf dem Podium. Unter der Moderation des Intendanten des Ohnsorg Theaters, Christian Seeler, stellte sich jede Einrichtung kurz vor und bezog Stellung zu den Vorteilen, die sich jeder von der Vernetzung erhofft.

Anneliese Canisius, Leiterin der Bücherhalle Dehnhaide, hob hervor, dass hier jeder vom anderen schon deshalb profitiert, weil die Kunden durch die räumliche Nähe auf die anderen Institutionen aufmerksam gemacht werden. Der erste Synergieeffekt ist schon jetzt in der Bücherhalle spürbar: durch die Nähe zu den Seniorengruppen der Kirche und zum AWO-Seniorentreff gibt es viele Neuanmeldungen von Senioren, die bisher in der Bücherhalle eher selten anzutreffen waren.  

Das Blasorchester Tuten und Blasen beendete den offiziellen Einweihungsakt und sorgte mit seinem beeindruckenden Spiel auf allen drei Stockwerken für gute Stimmung.