Zentralbibliothek Ausstellungseröffnung: "Hokus Pokus"

10.01.2017

Schon vor der Eröffnung hat die angekündigte Ausstellung "Hokus Pokus - vom Zauber alter Zauberbücher" ein großes Medieninteresse hervorgerufen. Tageszeitungen wie das "Hamburger Abendblatt" und die "Welt am Sonntag" berichteten ausführlich über die Sammlung des Hamburger Notars Peter Rawert.

Vernissage_ _Hokus Pokus - vom Zauber alter Zauberbücher_

So war es nicht erstaunlich, dass die Besucher am Abend des 9. Januar 2017 zahlreich zur Vernissage in die Ebene 2 der Zentralbibliothek strömten. Beeindruckt betrachteten die Gäste, die in Vitrinen ansprechend ausgestellten Zauberbücher und Zeitschriften, die die Zauberkunstentwicklung von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis heute dokumentieren.

Pünktlich um 18 Uhr erklärte Hella Schwemer-Martienßen, Direktorin der Bücherhallen Hamburg die Ausstellung für eröffnet. Ihr Dank galt den Deichtorhallen für die geliehenen Vitrinen, der Staats- und Universitätsbibliothek für die Unterstützung, Barbara Kloth für die Gestaltung der Ausstellung, Markus Franke für die medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit, dem Team 3 der Zentralbibliothek und natürlich Peter Rawert für sein unglaubliches Engagement.

Peter Rawert

Der schloss sich den Danksagungen seiner Vorrednerin an und dankte auch den Kollegen vom Magischen Zirkel und Zauberkünstler Wittus Witt, der ihm bei der Gestaltung des Katalogs hilfreich zur Seite stand.

In seiner unterhaltsamen Einführungsrede erläuterte Peter Rawert, dass er ursprünglich selbst Zaubern lernen wollte. Leider musste er erkennen, dass ihm ausreichendes Talent und Schauspielkunst fehlten. So führte er seine erlernten Zaubertricks den Kindern vor und verlagerte seinen Schwerpunkt auf die Theorie und das Sammeln. 

"Weltweit gibt es nur etwa 250 Sammler von Zauberbüchern und bei diesen handelt es sich um Hardcore-Sammler" verriet Peter Rawert schmunzelnd. Einen Zaubertrick führte er dann aber doch vor - und dies gekonnt!

Zauberkünstler Jan Logemann

Was an der Magie so faszinierend ist, zeigte Zauberkünstler Jan Logemann im Anschluss.

Locker plaudernd verblüffte er mit ausgefeilten Kartentricks, verwandelte einen 5,- Euro-Schein in 20,- Euro (eine Kunst, die sicher viele gern beherrschen würden) und verwandelte vor den Augen der gebannten Zuschauer eine leere, verbeulte Cola-Dose in ein unversehrtes, gefülltes Exemplar. Faszinierend!

Selbst die Skeptiker unter den Gästen waren restlos begeistert. Am Ende der genialen Vorstellung war jedem klar, warum Jan Logemann 2012 mit dem Titel  "Weltmeister der Zauberkunst" ausgezeichnet wurde. 

Vernissage in der Zentralbibliothek_ Hokus Pokus - vom Zauber alter Zauberbücher_

Die Ausstellung kann bis zum 31. Januar 2017 während der Öffnungszeiten besucht werden. Während dieser Zeit lädt die Zentralbibliothek jeden Dienstag von 18-19 Uhr zur "Stunde der Täuschung" mit hochrangigen Zauberkünstlern ein.