Zentralbibliothek Zentralbibliothek feiert Nowruz

20.03.2017

Das iranische Neujahrs- und Frühlingsfest "Nowruz" oder "Nouruz" wird traditionell am 20./21. März gefeiert. Mehr als 300 Millionen Menschen feiern weltweit diesen Tag, der seit 2010 von den Vereinten Nationen als internationaler Feiertag anerkannt ist. Die Zentralbibliothek zeigt in der Ebene 3 eine Ausstellung zum Thema.

Nowruz - das iranische Neujahrs- und Frühlingsfest

Das Frühlings- und Neujahrsfest "Nowruz" (der neue Tag) ist das schönste und größte iranische Fest und wird als Frühlingsfest auch in vielen anderen Ländern der Region gefeiert, zum Beispiel in Aserbaidschan, Afghanistan, Tadschikistan, Pakistan, in den kurdischen Gebieten von Irak und Syrien, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Indien, der Türkei und sogar unter den iranisch-stämmigen Juden in Israel.

Wichtigstes Brauchtum sind die Haft-Sin (Sieben-S). Am Vorabend des Neujahrstages brennt in jedem Zimmer des Hauses eine Kerze als Symbol des Lichts. Auf einem festlich gedeckten Tischtuch, das entweder auf einem Tisch oder in manchen Familien auch am Boden liegt, werden sieben Gegenstände ausgebreitet, die mit dem Buchstaben 'S', persisch 'Sin' beginnen: Sabze (Weizen- oder Linsensprossen), Samanu (eine süße Speise aus Weizenkeimen), Sir (Knoblauch), Serke (Essig), Somagh (saures Gewürz), Sib (Apfel) und Senjed (Mehlbeeren).

Außerdem kommen Sekke (Münzen), häufig auch Sonbol (Hyazinthe) sowie Sepand (eine wilde Raute) für den Weihrauch hinzu. Zusätzlich werden ein Spiegel als Symbol für Glück, ein oder einige Goldfische, die in einem durchsichtigen Wasserkrug schwimmen, ein Stück Brot, bemalte harte Eier sowie Diwan-e Hafez, ein Gedichtband von Hafez auf dem Tischtuch angeordnet. Bei Zoroastriern wird statt des Gedichtbands eher das Avesta, bei Muslimen der Koran ausgelegt.